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Warum Frauen in Teilzeit bleiben

Da die Politik noch mehr Zeit für Veränderungen braucht als Unternehmen, sollten Arbeitgebende die Initiative ergreifen und gegensteuern, wo es der Politik (noch) nicht gelingt. Das bedeutet z.B. eine Verringerung des equal pay gap, was für Frauen besonders wichtig ist. Es bedeutet, auch Vätern Elternzeit zu ermöglichen und bestenfalls nicht nur die 2 „Vätermonate“, wie sie verniedlichend genannt werden. Denn diese Monate werden noch zu oft für einen langen Familienurlaub auf Staatskosten genutzt, anstatt Müttern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern.

Warum Frauen nicht aus der Teilzeitfalle herauskommen (wollen) hat eine Studie des DELTA-Instituts im Auftrag des Familienministeriums untersucht. Es ist eine deprimierende Lektüre, denn die Gründe hierfür sind grundsätzlich bekannt: - Das Ehegattensplitting bestärkt bei verheirateten Paaren das subjektive Gefühl, dass Teilzeit bei Frauen sich "nicht lohnt" - Teilzeit wird nicht als vollwertig anerkannt, obwohl die Stundenanzahl sehr variiert: von einer handvoll Wochenstunden bis zu 34 Stunden/Woche. - Fehlende ausreichende Kinderbetreuung: für die Betreuung geben in der Regel Frauen ihre Erwerbstätigkeit auf. - Die Zeit für die Familie ist zu knapp und die Überforderung durch Doppelbelastung der unbezahlten häuslichen Tätigkeiten und Erwerbsarbeit ist vor allem für Mütter zu hoch.

DELTA-Studie: Frauen in Teilzeit Kaleidoscope der Charta der Vielfalt

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