Notfallmamas Blog

Mi

09

Aug

2017

Krankes Kind und fremde Betreuung - geht das wirklich?

Einer der Einwände, die wir am häufigsten hören, wenn wir uns in einem Unternehmen den Mitarbeitern vorstellen, lautet:

„Wenn mein Kind so krank im Bett liegt, will es nur bei mir bleiben und auf keinen Fall zu einer fremden Person.“

Dann erklären wir, dass die von uns betreuten Kinder z.B. Fieber haben, aber putzmunter sind und an Arbeiten im home office nicht im geringsten zu denken ist. Fieber im Kleinkind-Alter kommt ziemlich oft vor, und treibt berufstätigen Eltern deshalb nicht nur gelegentlich den Schweiß auf die Stirn.
https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/krankheitszeichen/fieber/

Verschärft wird diese Situation oft noch durch Regeln, die in vielen Kindertageseinrichtungen gelten: Das Kind muss mindestens 2 Tage fieberfrei sein, bevor es wieder in die Krippe oder Kita darf. D.h. das Kind ist zwar wieder gesund, muss aber noch zu Hause bleiben.

Nicht nur häufiges Fieber sondern auch Schnupfen oder Husten in der Erkältungszeit sind zwar lästig, machen den Kleinen aber meistens wenig aus. Bettlägerig sind hier die wenigsten aber dennoch fällt der Besuch der Krippe oder Kita aus. Ansonsten gilt oft, wie bei Fieber, dass das Kind 2 Tage symptomfrei sein soll bevor es wieder in den Kinderladen darf.

Bindehautentzündung, Magen-Darm, Streptokokken, Arm oder Bein gebrochen sind weitere Fälle, in denen wir gerufen werden. In allen Fällen sind die Kinder munter und nicht bettlägerig. Vielleicht ist auch Oma oder Opa krank, der einen Tag pro Woche die Betreuung übernimmt oder die Tagesmutter fällt aus. Auch dann kann eine Notfallmama zuhause die Betreuung übernehmen.

Abgestempelt: Rabenmutter. Foto von Andrea Birkholz
Abgestempelt: Rabenmutter. Foto von Andrea Birkholz

Sind die Kinder manchmal schwer krank, die von uns betreut werden? Sind die Eltern wirklich Rabeneltern wenn sie ihr krankes Kind einfach einer wildfremden Person übergeben?

„Nein“ und „nein“.
Wenn die Kinder sehr krank sind, rufen uns die Eltern gar nicht an. Wie jede Mutter oder jeder Vater bleiben auch unsere Kunden an den schlimmsten oder ersten Tagen selbst zu Hause und rufen uns erst dann an, wenn die Kleinen wieder aufstehen können und hauptsächlich jemanden zum Spielen brauchen.
Meist haben die Eltern alle alternativen Möglichkeiten geprüft und greifen erst zuletzt auf die Notfallmamas zurück. Keineswegs sind sie kaltherzig oder gar Rabeneltern. Im Gegenteil! Erzieherinnen und Erzieher in Kitas können ein Lied singen von Kindern, die trotz klarer Regeln und Krankheit in die Einrichtung gebracht werden und besser zuhause aufgehoben wären.

Was sagen denn die Kinder zu der Situation?

Viele Eltern mögen es nicht glauben, aber die von uns betreuten Kinder lieben die Notfallmamas. Oft so sehr, dass sie auch am folgenden Tag lieber die Notfallmama herbeiwünschen, anstatt zurück zu Kita oder Schule zu gehen.
Die Standardfrage bei der Verabschiedung der Notfallmama lautet daher meist: „kommst Du morgen wieder?“ Das liegt auch an der Auswahl unserer Mitarbeiter/innen, denn wir legen allergrößten Wert auf die Erfahrung und Persönlichkeit der Notfallmamas.

Kinder stellen sich sehr schnell auf neue Situationen ein und sind oft weniger skeptisch als wir Erwachsenen. Und die allermeisten werden außerhalb der Familie in Krippe, Kita oder Hort betreut, sodass sie eine außerfamiliäre Betreuung schon kennen.

Unsere pädagogische Leitung, die sowohl für die Einsätze als auch für unser Betreuungspersonal zuständig ist, bitten wir bei kritischen Fragen rund um die Betreuung immer um ihre Einschätzung und Rat.

Wir sehen uns als Teil des Dorfes, das man zur Kindererziehung und -betreuung benötigt. Die wenigsten von uns leben noch im dörflichen Verbund oder in einer Großfamilie, wo Großeltern, Tanten oder Onkel oder Nachbarn mal eben schnell einspringen können.

Unsere gesellschaftliche Kultur macht es nicht nur Müttern sehr schwer, Kinder und Beruf zu vereinbaren. Gleichstellung und Gleichberechtigung sind wichtige Treiber der Notfallmamas, denn nur so können Mütter ihren Beruf nach der Babypause weiter ausüben - und zwar in der Stundenzahl, die sie wollen oder brauchen. Ohne Druck und schlechtes Gewissen.
Die Notfallbetreuung hat vor allem - aber nicht nur - für Mütter positive Auswirkungen: sie können in verantwortungsvolle Positionen zurückkehren, und müssen die Kinderbetreuung in Ausnahmesituationen nicht alleine schultern.
Und das hat auch Auswirkungen auf die spätere Rente - Stichwort Altersarmut. Bessere Jobs mit mehr Stunden bedeuten höhere Rentenbeiträge und später eine höhere Rente! Bei Scheidungsraten von ca. 30 % ein nicht zu vernachlässigendes Risiko vor allem für Mütter!
http://www.zeit.de/2017/28/berufstaetige-muetter-vereinbarkeit-rabenmutter-kind-karriere

Nicht nur berufstätige Eltern und Arbeitgeber haben etwas von der Notfallbetreuung; auch unsere Notfallmamas profitieren: sie haben auch jenseits der 50 noch eine verantwortungsvolle und gut bezahlte Aufgabe und manche stocken so ihre Rente auf. Sie alle sind bestens ausgebildet und stolz darauf, Familien bei der oft schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen.

Nicht bei jedem Krankheitsfall braucht man eine Notfallmama. Manche Termine lassen sich schieben, manche Dinge lassen sich im home office erledigen, auch wenn zusätzliche kleine Finger auf der Tastatur mittippen möchten.

Aber es gibt eben auch die beruflichen Verpflichtungen, die sich nicht einfach verschieben lassen: eine Kundenpräsentation mit Dienstreise, ein Seminar, ein Gerichtstermin oder eine Operation z.B.

Auch für Arbeitgeber und Kollegen stellen die vielen - und normalen (!) - Krankheitstage von Kindern eine Herausforderung dar, denn bei 10 bis 12 Infekten pro Jahr pro Kind im Durchschnitt, summieren sich die Ausfall-Tage, die betrieblich aufgefangen werden müssen. Bei der heutigen knappen Personaldecke ein zusätzlicher Druck für Eltern.
http://www.zeit.de/2016/41/kindergarten-krankheiten-ansteckung-infektionen-viren

Ein familienfreundliches Angebot der Arbeitgeber, das jeder nach Wunsch oder Bedarf nutzen kann, ist eine hilfreiche Unterstützung für Familien und erleichtert auch das Familienleben. So entfallen Diskussionen, wer nun heute seinen Termin verschieben muss oder wessen Aufgabe in diesem Moment wichtiger ist.
Niemand muss eine Notfallbetreuung in Anspruch nehmen, aber die, die unseren Service brauchen, sollten ihn ohne schlechtes Gewissen nutzen. Nicht alle Familien haben die Großeltern in der Nähe, die am ehesten flexibel einspringen können.

Dann ist es gut, wenn es die Notfallmamas gibt.
Es ist schön, wenn man uns nicht braucht. Aber es ist gut, dass man sich im Fall der Fälle auf uns verlassen kann.

"Wären Raben schlechte Eltern, wären sie längst ausgestorben" Foto: Spiegel Online
"Wären Raben schlechte Eltern, wären sie längst ausgestorben" Foto: Spiegel Online

Interessanterweise gibt es den Begriff der „Rabenmutter“ nur in der deutschen Sprache. Andere Länder kennen diesen Ausdruck gar nicht. Ganz abgesehen davon, dass Rabeneltern sich aufopferungsvoll um ihre Brut kümmern...
https://de.wikipedia.org/wiki/Rabenmutter


http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/1000-fragen-sind-rabenmuetter-wirklich-schlechte-mamas-a-760405.html

Fr

10

Feb

2017

Alle Jahre wieder beginnt am Jahresanfang das Ferien-Tetris.

 

Eltern schulpflichtiger Kinder sitzen im Januar vor Ihren Kalendern und puzzlen mit einzelnen Betreuungsteilchen so lange, bis für die kommenden Ferienzeiten ein Gesamtbild entsteht: mit gemeinsamem Urlaub oder getrennt oder vielleicht auch nacheinander. Mit Hort- oder GBS-Betreuung oder anderen Ferienbetreuungs-Angeboten. Glücklich ist, wer auf Verwandte wie Großeltern oder Tanten und Onkel zurückgreifen kann, die einzelne Betreuungs-Puzzle-Teile übernehmen können.

 

„Wir nehmen 2 Wochen Urlaub zusammen, 1 Woche Großeltern, 1 Woche Fussballcamp und 2 Wochen wurschteln wir uns irgendwie durch*seufz*„  Zitat auf www.stadtlandmama.de von Anna.


Praktisch sieht es so aus, dass die schönen Zeiten der Kitabetreuung, mit 0 bis maximal 3 Wochen Schließzeit im Sommer, mit dem Schulanfang vorbei sind.

Dann gilt es, Winter- oder Faschingsferien, Osterferien, Pfingstferien, Sommerferien, Herbst- und Weihnachtsferien Kind- und Berufskompatibel zu gestalten.

 

Wohl dem, der hierbei Unterstützung hat.


Übersicht über die bundesweiten Schulferien - mit Downloadmöglichkeit der Ferien in den eigenen Online-Kalender: Schulferien-Kalender.

 

 

 

Den vielen Ferien stehen ebenso viele Angebote gegenüber: städtische Angebote, kulturelle Angebote von Museen, Stadtranderholung, Feriencamps für Große mit Sportangeboten. Viele Firmen, die sich der Vereinbarkeit von Familie & Beruf verpflichtet haben, bieten für Ihre Mitarbeiter auch eigene Programme an. Sei es, dass sie Plätze bei privaten Anbietern reservieren oder individuelle Programme erstellen für die Mitarbeiterkinder.

Im Vorteil sind hier natürlich die „großen“ Arbeitgeber, die sich mehr leisten können, als kleinere Unternehmen.

Siemens und BASF beispielsweise bieten Segelkurse oder sogar einen weltweiten Kinderaustausch an unter den Beschäftigten in aller Herren Länder.
Beim rbb übernehmen ehrenamtliche Pensionäre unter Anleitung einer Pädagogin die Betreuung für die Mitarbeiterkinder.

Beispiel rbb

 

 

 

Die Entscheidung für eines der vielen Betreuungs-Angebote ist nicht die einzige Klippe, die es zu umschiffen gilt. Gerade in großen Unternehmen stellt sich auch die Frage nach der Vorrangigkeit. Wer darf in den Sommerferien Urlaub nehmen und wer muss ausweichen?

 

Zwar gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub zum Wunschtermin, aber Eltern mit schulpflichtigen Kindern können zuerst ihren Wunsch nach Urlaub in den Ferien anmelden. Danach sind Ehepartner an der Reihe, die aufgrund ihres Berufes, wie z.B. Lehrer, ebenfalls nur in den Ferien Urlaub nehmen können.

Wer hat Vorrang?

Um Mitarbeiter und Kollegen ohne Kinder nicht jedes Jahr zu benachteiligen, ist es sinnvoll, sich abzuwechseln. Vielleicht stecken die Sommerferien-Urlauber als Ausgleich dann bei den Brückentagen zurück.
Übersicht Brückentage 2017.

Die Unternehmensberatung AT Kearney hat in ihrer 3. Arbeitnehmerbefragung herausgefunden, dass für berufstätige Eltern die Unterstützung bei der Ferienbetreuung zu den 3 meistgenannten Maßnahmen gehört, die sie sich von ihrem Arbeitgeber wünschen:
Link zur Studie: 


Überblick und Hilfestellung für kleinere und mittlere Unternehmen zur Ferienbetreuung für Mitarbeiter:
Umsetzungsschritte Ferienbetreuung

Mitarbeiterbindung durch Ferienbetreuung

Photo credits: Ice cream: DodgertonSkillhause@Morguefile.com; Spieltiere: thelesleyshow@Morguefile.com; Strand: Notfallmamas

Mo

28

Nov

2016

Hilfe - das Kind ist krank!

„Kind krank“ - Schweißtreiber für berufstätige Eltern

Nichts löst bei berufstätigen Eltern schneller einen erhöhten Puls aus, als eine warme Stirn oder ein Hüsteln beim Kind bzw. ein Anruf von der Kita oder Schule: „Ihr Kind hat Bauchweh - holen Sie es bitte so schnell wie möglich ab“.

Ganz abgesehen von der Sorge ums Kind ist der zweite Gedanke meist, „JETZT geht es aber gerade überhaupt nicht, wer kann einspringen, wen kann ich anrufen?“

Sind beide Elternteile berufstätig, beginnt nun das Ringen darum, wer zuhause bleiben kann oder ob nicht doch Verwandte, Nachbarn oder Freunde einspringen können.

Hat man die Auszeit dann akzeptiert, ist der Stress aber noch nicht vorbei. Denn wer wegen eines kranken Kindes nicht den Arbeitsplatz aufsuchen kann, benötigt ein Attest vom Arzt, welcher das Kind krank schreibt und bescheinigt, dass eine Betreuung zuhause stattfinden muss.

Dieses Attest wiederum ist notwendig für die Krankenkasse wenn Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag die Lohnfortzahlung bei Krankhiet des Kindes ausschließen.
Die Krankenkasse erstattet dann, sofern der Arbeitnehmer in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, einen Teil des Gehaltes, welches der Arbeitgeber kürzt.

Vom Gesetzgeber vorgesehen sind 10 Kind-krank-Tage pro Kind pro Jahr, bei Alleinerziehenden sind es 20 Tage. Bei mehr als 2 Kindern beträgt die Höchstsumme 25 bzw. 50 Tage für Alleinerziehende pro Jahr.

Ein offenes Geheimnis in Personalabteilungen ist,  dass Eltern am liebsten gar nicht erst zum Arzt gehen bei Erkältungskrankheiten oder Durchfall des Kindes, sondern sich selbst krank melden. Da man als Arbeitnehmer in der Regel erst ab dem 3. Tag eine ärztliche Krankschreibung benötigt, ist diese Variante weitaus unkomplizierter. Außerdem wird das Gehalt im Zweifel nicht gekürzt.
Eine durchaus riskante Sache, die arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zur Kündigung haben kann.

Sinnvoller wäre es, Eltern nicht noch dafür zu bestrafen, dass sie Kinder erziehen und im Krankheitsfall pflegen, sondern sie bei ihrer Aufgabe zu unterstützen.

In Zeiten, in denen Arbeitnehmer den Stellen hinterherziehen und es die Großfamilie praktisch nicht mehr gitbt, ist es notwendig, über neue Modelle nachzudenken.

Sei es, dass kranke Kinder nicht zu Gehaltskürzungen führen oder sei es dass Arbeitgeber , Krankenkassen und Politik sich an Lösungen beteiligen, die den Stress für Eltern verringern.

Linktipps zum Thema:

 

DAK

TK

 

Blog Maximilian Buddenbohm:

 

Blog Steffen Pelz:

 

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Mi

13

Apr

2016

Warum eine hochwertige, hoch flexible Kinderbetreuung ihren Preis hat

 

Alle Eltern wollen für ihr Kind/ihre Kinder das Beste. Angefangen vom Kinderwagen über Kleidung, Essen, Bildungsangebote bis hin zu Freizeitbeschäftigungen und individueller Förderung. Im Betreuungsbereich wie überhaupt im sozialen Bereich in Deutschland herrscht weitgehend die Annahme, dass diese Diensleistungen wenig wert sind und darum wenig kosten sollen. Ohne Betreuungs- und Pflegedienstleistungen aber wären alle anderen Berufe gar nicht zu leisten, es sei denn, Eltern und erwachsene Kinder übernehmen Kinderbetreuung oder Pflege ihrer Eltern selbst. Was sie dann wiederum an der Erwerbsarbeit hindert. (http://www.theatlantic.com/business/archive/2016/03/unpaid-caregivers/474894/)
Die Notfallmamas bzw. die sustenio notfallbetreuung GmbH hatte(n) von Anfang an das Ziel, nicht nur berufstätige Eltern und deren Arbeitgeber sowie Kollegen zu entlasten und unterstützen, sondern auch Arbeitsplätze zu schaffen. Wir möchten gut bezahlte Stellen schaffen, die gleichzeitig diejenigen vor Altersarmut bewahren, die wegen der eigenen Kindererziehung und fehlender Möglichkeiten zur Kinderbetreuung heute eine zu geringe Rente beziehen oder davon bedroht sind.

Die gute Bezahlung (mehr als 60% über dem Mindestlohn) sorgt auch dafür, dass die sustenio GmbH hochqualifizierte Mitarbeiter/innen gewinnen kann, denen wir nach einem ausführlichen und persönlichen Auswahlprozess die Kinder unserer Kunden - und auch unsere eigenen - bedenkenlos anvertrauen können.
Nicht zuletzt bildet die sustenio GmbH ihre Mitarbeiter/innen kontinuierlich weiter und hält so engen Kontakt zu allen Notfallmamas und -papas. Dies sorgt auch dafür, dass der hohe Standard, den wir an unsere Arbeit und Dienstleistung haben, gewährleistet bleibt.

Im Dienstleistungsbereich kostet eine Handwerkerstunde oder Grafikerstunde meist zwischen 45 und 100 EUR. Im Vergleich dazu sind die Preise der Notfallmamas relativ niedrig, wenn man bedenkt, dass es bei der Kindernotfallbetreuung um das Wertvollste im Leben geht: die eigenen Kinder.

Für Privatkunden sind die Rechnungen der Notfallmamas im übrigen als Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzbar. 2/3 der Kosten erstattet das Finanzamt, sofern die geltenden Höchstgrenzen nicht überschritten werden. D.h. bei einer Steuererstattung liegt der Tarif dann im Babysitter-Lohnbereich.(http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=40186.html)

 

Für mehrere Tage/Wochen sind Die Notfallmams zu teuer:
Wir verstehen unsere Dienstleistung als Überbrückung oder für kurzfristige Betreuungsnotfälle. Bei einem Bedarf über 3 oder 4 Tage hinaus gibt es meist andere Möglichkeiten, die Betreuung eines Kindes zu organisieren, z.B.  durch Familie, Nachbarn oder Freunde. Langfristige Betreuungen bieten wir nur in Ausnahmefällen an und diese wird dann oft von Krankenkassen oder Berufsgenossenschaften übernommen.

Der Unterschied zu einer ehrenamtlichen Organisation:
Ehrenamtliche Organisationen werden von der Stadt oder dem Staat subventioniert, also von Steuergeldern finanziert.

Die Aufwandsentschädigung, die die Helferinnen erhalten, liegt im Mindstlohnbereich, (in einigen Organisationen erhalten die Helferinnen noch nicht einmal das), tragen aber nichts zu Rentenansprüchen oder anderen Sozialversicherungsbeiträgen bei.

Wir haben uns gegen ein ehrenamtliches Modell entschieden, da wir finden, dass diese wichtige Aufgabe, die berufstätige Eltern entlastet und Unternehmen hilft, auch richtig entlohnt werden muss. Sie sorgt auch dafür, dass Eltern ohne schlechtes Gewissen arbeiten können und vor allem Frauen können auch verantwortungsvolle Positionen übernehmen, obwohl sie (kleine) Kinder haben. Dies sorgt für bessere Jobs nach der Elternzeit und höhere Rentenansprüche!

Gleichzeitig ist eine Notfallbetreuung, die derart kurzfristig einspringt in Betreuungs-Notfällen (innerhalb von 3 Stunden), nicht mit ehrenamtlichen Helfern auftrecht zu erhalten.

Da die sustenio GmbH sich aus privaten Mitteln finanziert, muss sie wirtschaftlich handeln, und kann einzelne Gruppen nicht bevorzugen.

 

Ich kann mir das nicht leisten:

In beruflichen Betreuungsnotsituationen kann das Jugendamt angesprochen werden. §20 SGB VIII ist ein relativ unbekannter Paragraf, der hierfür gedacht ist:

https://dejure.org/gesetze/SGB_VIII/20.html

 

Auch unterstützen einzelne Krankenkassen oder Berufsgenossenschaften ihre Versicherten. Nicht zuletzt ist es sinnvoll, den Arbeitgeber einmal anzusprechen.

 

 

Warum eine Notfallmama, wenn ich vom Gesetzgeber 10 Kind-krank-Tage/Jahr habe?
Oft reichen 10 Tage/Jahr nicht aus, gerade wenn die Kinder in den ersten beiden Kita- oder Krippenjahren sind. Sie haben häufig Infekte, die sie auch durchmachen müssen, um ihr Immunsystem zu stärken. Für schwere Erkrankungen ist unser Service übrigens nicht geeignet und wird dafür auch nicht in Anspruch genommen.

Kind-krank-Tage mit Lohnausgleich erhalten zudem nur gesetzlich Versicherte. Privat versicherte Eltern erhalten keine Lohnersatzleistung, d.h. sie müssen auf Gehalt verzichten.

Oft ist auch nicht das Kind krank, sondern die Regelbetreuung fällt aus. Z.B. wird die Kinderfrau oder der Babysitter krank, Schließtage in Kitas oder Krankheiten, die den gesamten Personalbestand einer Einrichtung schachmatt setzen, müssen von den Eltern aufgefangen werden.

Auch ein Kind-krank-Tag nützt nichts, wenn ein Gerichtstermin oder eine Kundenpräsentation oder eine wichtige Dienstreise anstehen, die vielleicht nur ein ganz bestimmter Mitarbeiter ausführen kann.

Wie geht es eigentlich den Kindern bei den Notfallmamas?
Die von uns betreuten Kinder lieben die Notfallmamas. Selten hat jemand soviel Zeit, sich ausschließlich um ein Kind zu kümmern. Denn die Notfallmama beschäftigt sich die ganze Zeit nur mit den Kleinen und bleibt verschont von Hausarbeit.
Nicht selten werden die Betreuer/innen auch gefragt, ob sie nicht am nächsten Tag wieder kommen können, weil das Kind lieber zuhause mit der Betreuerin spielt, als zur Kita zu gehen.

Erzieher/innen in Kitas wissen und leiden darunter, dass Kinder oft krank in die Krippe/Kita/Hort gebracht werden, weil die Eltern einfach nicht wissen, wie sie Beruf und kränkelndes Kind vereinbaren sollen. Für die Kinder ist das nur die zweitbeste Lösung.
Wenn keine Verwandten in der Nähe leben, ist dies oft ein nicht lösbares Dilemma.

 

Warum gibt es keine Notfallpapas?
Es gibt bisher zwei Notfallpapas. Auch bei der sustenio GmbH ist es so, dass sich auf Teilzeitstellen, die wir bisher hauptsächlich anbieten, wenige Männer bewerben. Wie im gesamten sozialen Bereich ist der Frauenanteil einfach viel höher.

Warum Notfallmama statt Mama oder Papa?
Vor 2 Generationen war es noch üblich, dass Familien im Großverband lebten und mehrere Generationen wenn schon nicht unter einem Dach, dann doch nah beieinander lebten. Bei berufstätigen Eltern haben dann Verwandte und Bekannte oder Nachbarn bei der Kinderbetreuung unterstützt. Dies ist heute nur noch selten der Fall, besonders in Großstädten.
Die Notfallmamas ersetzen also nicht die Eltern, sondern eher die Großeltern oder den dörflichen Verbund. Denn auch früher gingen Eltern mit Kindern arbeiten, es haben sich nur andere Personen um die Kinder gekümmert.
Wir glauben an das afrikanische Sprichwort, dass es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen und wir sehen uns als Teil dieses "Betreuungs- und Familien-Dorfes".


Notfallmamas nur für Reiche?
Gerade weil die Dienstleistung nicht für alle Berufe und Gehälter leistbar ist, sprechen wir Unternehmen an, die diesen Service für ihre Mitarbeiter bezahlen. Nicht zuletzt hat Ihr Arbeitgeber viel davon, wenn Sie ins Büro oder zur Arbeit kommen.
Aber auch für Privatpersonen bedeutet die Möglichkeit der Steuererstattung, dass die Kosten für eine Notfallmama sich im Babysitterlohn-Bereich bewegen.

Sprechen Sie doch einmal mit ihrem Arbeitgeber, ob er Sie finanziell unterstützt. Für ihn sind die Kosten eine Betriebsausgabe.

Manche Krankenkassen sind sehr kulant und übernehmen die Kosten, vor allem wenn die Eltern erkrankt sind.  Auch mit dem Jugendamt kann man sprechen, vor allem als Alleinerziehende.

Man braucht ca. 1-3 mal pro Jahr eine Notfallbetreuung für unaufschiebbare Termine. Manchmal vielleicht auch öfter. Nicht jeder Krankheitsfall ist ein Betreuungsnotfall. Viele Termine kann man schieben - manche aber eben nicht. Und für diese Fälle sind wir da. Wir sind weder Ersatz für die Kita noch für das Krankenhaus.
Bei einem 6-stündigen Einsatz z.B. belaufen sich die Kosten auf ca. 198 EUR. Bei einem Einsatz pro Jahr sind das 16,50 EUR im Monat. Bei 2 Einsätzen sind es ca. 33 EUR.

 

Zusammengefasst setzen sich die Kosten also aus den Löhnen für die Betreuer/innen, Sozialabgaben, der Berufshaftpflichtversicherung, Einsatzorganisation, Beratung, Weiterbildung, Reisekosten, Medien, Büro, Telefon,  etc. zusammen. Auch die Mehrwertsteuer von 19% schlägt im privaten Bereich voll zu Buche. Ohne diese Leistungen gäbe es keine Notfallbetreuung.

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Mo

07

Mär

2016

Väter & Beruf

„Wer Müttern mehr Zeit im Beruf ermöglichen will, muss auch Vätern mehr Angebote zur Vereinbarkeit von Familie ud Beruf machen und dafür Rahmenbedingungen schaffen.“ Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium

Lange war „Vereinbarkeit“ in Unternehmen eher ein Thema, das hauptsächlich Mütter betrifft. Dachte man.

Inzwischen vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine Nachricht erscheint, dass auch Väter in die Vereinbarkeit mit einbezogen werden müssen.
Denn: ohne größeres Engagement bei der Familienarbeit und damit der Reduktion der Erwerbsarbeit bei den Vätern, wird es auch für Mütter schwer, ihren Wunsch nach mehr Arbeitsstunden zu erfüllen.

Viele unserer Kunden setzen schon auf Angebote, die sich explizit an die Väter im Unternehmen richten. Der Norddeutsche Rundfunk hat z.B. kürzlich das Väterseminar "Man at work" angeboten mit sehr guter Resonanz. Die Muttergesellschaft der comdirect bank AG, die Commerzbank, hat im vergangenen Jahr eine Väterstudie veröffentlicht und die Kanzlei Ashurst plant eine lunch session zum Thema Väter im Unternehmen.

Wir bei den Notfallmamas erleben seit der Gründung, dass Mütter und Väter gleichermaßen unseren Service anfordern, der Bedarf für eine „Kind-krank-Betreuung also auf beiden Seiten vorhanden ist.

Das Elterngeld Plus sorgt nun zusätzlich dafür, dass auch Väter länger Elternzeit nehmen können und das Elterngeld über die bisherigen 14 Monate verlängert werden kann. Bis zu 28 Monate kann das Elterngeld gestreckt werden, wenn beide Elternteile Teilzeit arbeiten, um sich der Betreuung ihrer Kinder zu widmen.

Einer der wichtigsten Faktoren für eine gelungene Vereinbarkeit für Mütter wie für Väter - neben familienfreundlichen Angeboten - ist die Unternehmenskultur. Solange Väter wie Mütter einen Karriereknick befürchten müssen, wenn sie familienfreundliche Maßnahmen in Anspruch nehmen, wird es schwer bleiben für alle Beteiligten.

Wir haben für Sie einige informative Links gesammelt, die das Thema Väterpolitik, Väter & Karriere, Väter & Vereinbarkeit näher beleuchten, wenn Sie sich intensiver mit der Thematik beschäftigen möchten:

http://vaeter-ggmbh.de/team/volker-baisch/
http://väternetzwerk.de/
Das 1. Väterbarometer von „Erfolgsfaktor Familie“
http://www.erfolgsfaktor-familie.de/default.asp?id=70&pid=924
Die Commerzbank-Väter-Studie 2015
https://www.commerzbank.de/media/karriere/diversity_neu/Vaeterstudie_2015.pdf
BMFJS - Dossier "Väter und Familie"
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=219878.html
http://www.vaeter-und-karriere.de/

Die Kita-Streiks sind zu Ende:

Aufatmen für die Eltern: die Kita-Streiks sind vorerst ausgesetzt und ab Montag können Kinder wieder in ihre Kitas. Wir wünschen uns ein zufriedenstellendes Schlichtungsergebnis für beide Seiten! Allem voran einen höheren Betreuungsschlüssel in allen Kitas, Krippen und Horten! http://bit.ly/1dO8aad

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Angela Schmidt
Angela Schmidt

 

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Ihr Anruf genügt !

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Pressebericht Mai 2017

"Schnelle Hilfe für arbeitende Eltern"

freundin über 5 Gründerinnen, deren Geschäftsidee funktioniert.

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Pressebericht März/April 2017

"Schnell zur Stelle"

Die Zeitschrift VITAL über die schnellen Helferinnen der Notfallmamas.

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Pressebericht März 2016

"Jobwechsel: Eine Mama für den Notfall"

ZEIT Online über den Weg vom Office Management zur Gründung der Notfallmamas.

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myself Liebling 2013

myself Liebling 2013: Angela Schmidt gewinnt für "Die Notfallmamas" den Award 2013.

Erfolgsfaktor Familie
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